Obwohl mein erster Fitzek Noah mich nicht wirklich überzeugen konnte, war ich trotzdem wild entschlossen dem deutschen Thriller Autor noch eine Chance zu geben. Der Seelenbrecher klang ganz vielversprechend, weshalb ich das Taschenbuch mehr oder weniger spontan in einer Buchhandlung gekauft habe.


Klappentext

Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres …

Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …

Kurz-Info

• Autor: Sebastian Fitzek
• Verlag: Droemer Knaur
• Seiten: 368
• ISBN: 978-3-426-63792-0
• Genre: Thriller


Meine Meinung

Ich habe das Buch innert zwei Tagen durch gelesen, weil ich es vor lauter Spannung kaum aus der Hand legen konnte. Es beginnt mit einer sehr unheimlichen und qualvollen Szene, die aber sofort das Interesse des Lesers weckt.

Danach wird schnell klar, dass wir eine Patientenakte lesen. Besser gesagt lesen wir über Studenten, die wiederum die Akte lesen. Klingt verwirrend? Ist es aber nicht. Die Handlung erleben wir durch Caspar, einem Patienten in einer psychiatrischen Klinik. Die Abschnitte in der Gegenwart sind sehr kurz gehalten und machen nur einen kleinen Teil der Story aus. Trotzdem weckte dieser Aspekt die Neugierde der Leser, da man nicht weiss wieso die Studenten die Akte lesen.

Die Frage was die Studenten damit zu tun haben bleibt allerdings nicht das einzige Rätsel. Ich fragte mich mit jeder Seite, was die Opfer in so einen Zustand geführt hat. Was mich aber noch viel mehr interessierte: Wer ist der Seelenbrecher und wieso tut er das? Dieses Rätselraten und die damit verbundene Spannung trieb mich dazu an immer weiter lesen zu wollen.

Die Namen der vorkommenden Charaktere nervten mich aber tierisch und störte auch meinen Lesefluss. Die Personen wurden abwechselnd mit Vor- oder Nachname angesprochen und das war sehr irritierend. Wer heisst nochmal so? Ist das nun der Hausmeister? Ach nein, der Sanitäter. So musste ich immer wieder etwas zurückblättern um kein Chaos zu machen.

Das Besondere darin

Hier muss ich tatsächlich etwas kleines spoilern. Deshalb eine milde Spoilerwarnung!

Am Schluss des Experiments bittet der Professor die beiden Studenten, sich per E-Mail zu melden, falls die etwas aussergewöhnliches feststellen würden. Dazu überreicht er ihnen einen gelben Post-It Zettel mit der notierten E-Mail Adresse. Und hier kommt mein „Passiert das gerade wirklich?!“-Moment. Auf der nächsten Seite, gleich nachdem der Professor den Post-It Zettel überreicht hat, klebt da selber ein gelbes Post-It zwischen den Seiten. Mit einer E-Mail Adresse. Ich hab vor Schreck beinahe das Buch fallen lassen und war hin und her gerissen zwischen „Oh wow was für eine geniale Idee!“ und „Wie krank ist das bitte kann das real sein oh nein bitte nicht“.

Spoiler Ende.

Fazit

Eine deutliche Leseempfehlung! Das Rätselraten war wirklich nervenzerreissend spannend und ich musste einfach wissen wie es weitergeht. Und dieses Gänsehautgefühl am Schluss gab mir den Rest. Für Thriller Fans ist das Buch besonders gut geeignet, wobei ich es an Teenagern ab 16 Jahren empfehlen würde. Die beschriebenen Szenen sind manchmal wirklich sehr brutal und gruselig. Wer mit Blut und Knochen nicht umgehen kann, sollte die Finger davon lassen.xo-Julias-300x120

Written by Julia

    18 Kommentare

  1. Katharina September 30, 2017 at 10:05 am Antworten

    Liebe Julia,
    es freut mich so unglaublich, dass dir „Der Seelenbrecher“ gefallen hat; es ist mein liebster Fitzek. Es war auch mein erstes Buch von ihm und mein erster Thriller überhaupt. Ich fand es einfach unheimlich spannend. Leider habe ich gar keine Erinnerung mehr an das Post-It. Ob das an meiner alten Ausgabe liegt? Da muss ich demnächst auf jeden Fall nochmal nachschauen. Ist auf jeden Fall ziemlich cool! „Der Nachtwandler“ kann ich auch noch empfehlen!
    Liebste Grüße,
    Katharina

    • Julia September 30, 2017 at 1:37 pm Antworten

      Liebe Katharina
      „Der Seelenbrecher scheint ja wirklich viele begeistert zu haben, aber zu recht! Kann gut sein, dass der Post-it erst später hinzugefügt wurde und bei älteren Ausgaben noch nicht mit dabei war 🙂 Inzwischen ist „Die Therapie“ auch bei mir eingezogen und liegt auf meinem SuB. Ich freu mich schon es zu lesen, Fitzek hat mich jetzt doch ziemlich neugierig gemacht 😀
      Liebe Grüsse
      Julia

      • Katharina Oktober 6, 2017 at 10:21 pm Antworten

        Menno, in meiner Ausgabe ist echt kein Post-It zu finden 🙁 Egal, dafür hab ich – finde ich – das schönere Cover ;P

      • Katharina Oktober 6, 2017 at 10:22 pm Antworten

        Ach ja und „Die Therapie“ will ich auch noch irgendwann lesen, das war ja sein Debüt!

  2. elizzy91 September 22, 2017 at 11:30 am Antworten

    Ich fand das Buch auch richtig toll, besonders den Post-it 😀

    • Julia September 26, 2017 at 6:55 pm Antworten

      Der Post-It war wirklich das Tüpfelchen auf dem i 😀

  3. Janna | KeJas-BlogBuch September 21, 2017 at 7:45 pm Antworten

    Wie schön das dich das Buch begeistern konnte, ich fand es auch absolut gelungen, wobei es schon einige Jahre her ist … „Noah“ kenne ich nicht und ein paar liegen auch noch ungelesen von ihm hier, mal sehen wann ich mal wieder zu einem Fitzek greife

    Hab noch einen feinen Abend!

    • Julia September 21, 2017 at 8:56 pm Antworten

      Liebe Janna
      „Noah“ fand ich nicht sehr überzeugend, aber vielleicht hat mich gerade deshalb der Seelenbrecher so umgehauen! Ich werde definitiv noch andere Fitzek Bücher lesen und bin gespannt, ob die mich auch so umhauen können 🙂
      Liebe Grüsse und dir auch einen schönen Abend
      Julia

  4. Schnute September 21, 2017 at 1:43 pm Antworten

    Mensch, der Fitzek. Meine Familie liest den begeistert aber ich selbst habs noch nicht geschafft. Das werde ich wohl nun endlich bald mal ändern müssen.

    • Julia September 21, 2017 at 8:46 pm Antworten

      Ich finde „Der Seelenbrecher“ ist ein gutes Einstieg, aber ich kenne selber erst zwei Bücher von ihm. „Noah“ fand ich nicht sehr überzeugend, leider. Falls du dich entscheidest die Bücher zu lesen, wünsch ich dir ganz viel Spass!

  5. kitsune_miyagi September 21, 2017 at 12:02 pm Antworten

    Ich freue mich gerade so, dass du ihn mochtest. Die Therapie und der Seelenbrecher sind meine Lieblingsfitzeks die ich immer und gerne empfehle. 😀

    Dein Blogdesign ist übrigens super schön, ich weiß nicht, ob ich dir das schon mal gesagt hatte.

    Liebe Grüße,
    Nise

    • Julia September 21, 2017 at 8:52 pm Antworten

      Hey Nise
      Erstens Mal awww danke für das liebe Kompliment <3!
      Die Therapie reizt mich auch von den Fitzek Büchern am meisten, aber auch die Augenbücher klingen ganz interessant. Aber es wird definitiv nicht mein letzter Fitzek gewesen sein 🙂
      Liebste Grüsse
      Julia

  6. fraggle September 21, 2017 at 10:44 am Antworten

    Jeder, ich glaube, wirklich jeder, der „Der Seelenbrecher“ gelesen hat, hatte diesen Post-It-Moment! 😉

    Da Dir „Der Seelenbrecher“ gefallen hat, dürfte Dir auch „Die Therapie“ gefallen.

    • Julia September 21, 2017 at 8:45 pm Antworten

      „Die Therapie“ interessiert mich auch sehr, wohingegen „Achtnacht“ überhaupt nicht mein Thema ist 🙂 Und der Post-It Moment ist echt fies, aber auch genial!

  7. Nicci Trallafitti September 21, 2017 at 10:43 am Antworten

    Hey!
    Tolle Rezension! Ich bin ein großer Fitzek Fan, wobei ich nicht alle Bücher von ihm gelesen habe.
    Besonders gut fand ich eben den Seelenbrecher, Die Therapie und die Augenbücher.
    AchtNacht ist total anders, das mochte ich aber wegen der The Purge Idee gerne.
    Ich war gar nicht ob das bei mir auch so war mit der Spoilersache, hatte es gebraucht gekauft. Aber die Idee ist mega cool. Ich war letztes Jahr (glaube ich) auf der Jubiläumsshow von Fitzek, da hat er Das Paket vorgestellt, was auch echt großartig war. Danach traf ich ihn im März auf der LBM. Er ist super sympathisch.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    • Julia September 21, 2017 at 8:44 pm Antworten

      Hey Nicci
      Vielen Dank 🙂 „Die Therapie“ will ich auch unbedingt noch lesen, die Augenbücher klingen auch sehr interessant. „Achtnacht“ oder „Das Paket“ reizen mich überhaupt nicht, was teilweise wohl auch am Hype liegt. Kaum erscheint ein neues Fitzek Buch ist es ÜBERALL! Das schreck mich eher ab, als das es mich neugierig machen würde.
      Ich habe aber schon oft gehört dass Fitzek super sympathisch sein soll. 🙂
      Liebe Grüsse
      Julia

      • Nicci Trallafitti September 21, 2017 at 11:40 pm Antworten

        Ach, mich stören Hypes nicht. Der Autor kann ja meistens nichts dafür und demnach wäre es irgendwie blöd zu sagen, dass ich es aufgrund des Hypes nicht lesen werde. Letztendlich ist das immer eine Geschmackssache. Und meine Erwartungen werden dadurch zum Glück auch nicht unbedingt höher.

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