Erinnert ihr euch an meine begeistere Rezension von Inferno? Wie ich die Idee und Umsetzung einfach grandios fand und es immer noch zu den stärkeren gelesenen Büchern dieses Jahres gilt? In Noah von Sebastian Fitzek geht es ebenfalls um das Thema Überbevölkerung, weshalb ich gleich interessiert war. Ausserdem wollte ich schon lange mal ein Buch von dem berühmt berüchtigten Sebastian Fitzek lesen.


Klappentext

Er weiss nicht, wie er heisst. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Strasse lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat.

Kurz-Info

• Autor: Sebastian Fitzek
• Verlag: Lübbe
• Seiten: 559
• ISBN: 978-3-7857-2482-8
• Genre: Thriller


Meine Meinung

Wie in Inferno leidet der Protagonist unter Amnesie. Noah kann sich weder an seinen Namen noch an die letzten Stunden erinnern. Der Obdachlose Oscar nimmt Noah notgedrungen auf, als er ihn angeschossen und halb tot in einer U-Bahn Station findet. So steigen wir gut zwei Wochen danach ein. Dieser Einstieg fiel mit etwas schwer, da es mich zu sehr an Inferno erinnerte.

Die Geschichte wird grösstenteils aus Noahs Perspektive erzählt, allerdings lesen wir einige Kapitel auch aus der Perspektive von anderen Menschen. Was die gemeinsam haben, blieb mir relativ lange unklar. Bei den jeweiligen Kapiteln werden zudem keine Namen beim Titel genannt, sondern nur der Ort. Anhand dessen muss man sich also merken, aus welcher Perspektive die Geschichte nun erzählt wird. Das störte meinen Lesefluss sehr und ich musste mich immer wieder neu zurecht finden.

Zum Glück nimmt die Geschichte um Noah aber noch an Fahrt auf und es wird richtig spannend. Es gab zwar immer wieder Passagen, die mich an Inferno erinnerten, jedoch war das Gefühl nicht mehr so ausgeprägt wie zu Beginn des Buches.

im Lauf des Buches kommen immer mehr Figuren in die Handlung dazu und umso weiter die Geschichte fortschritt, umso mehr verlor ich den Überblick. Wer gehört nun zu wem? Wer steckt jetzt wo dahinter? Diese Irreführung ist von Fitzek bestimmt beabsichtig, aber bei mir trat wohl nicht die gewünschte Wirkung ein. Statt dass es die Spannung steigerte, begann es mir auf die Nerven zu gehen und störte auch meinen Lesefluss.

Übrigens: Nehmt euch vor dem Cover in acht! Denn der scheinbar harmlose Handabdruck leuchtet im Dunkeln! Ich habe mich zu Tode erschrocken, weshalb ich euch das gerne ersparen will. Im Nachhinein finde ich es eine ganz nette Idee, aber nicht ganz passend zum Inhalt des Buches.

Fazit

Noah konnte mich nicht hundert prozentig überzeugen. Der beeinträchtige Lesefluss ist wohl mein grösster Kritikpunkt, weshalb ich es stellenweise als anstrengend empfand das Buch zu lesen. Allerdings ist der Thriller durchaus packend und das Rätselraten kann bestimmt Freude bereiten. Die Auflösung am Ende fand ich allerdings viel zu klischeehaft. Für Thrillerfans kann ich dennoch eine Leseempfehlung aussprechen.

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Written by Julia

    9 Kommentare

  1. Janna | KeJas-BlogBuch August 20, 2017 at 8:42 pm Antworten

    Schade das dein erster Fitzek eher enttäuschend war …. aber gut das du dennoch „Seelenbrecher“ gelesen hast 😉 Seine neuen Werke kenne ich gar nicht („Paket“ liegt noch aufm SuB), aber ich kann dir „Therapie“ ebenfalls empfehlen. Wenn dich Action nicht stört auch „Amokspiel“ – ich bin ja kein Action-Fan, fand es in diesem Buch aber sehr stimmig. Auch bei bspw. dem zweiten Buch von Poznanzki&Strobel!

    Hab noch einen feinen Sonntag!

    • Julia August 21, 2017 at 7:07 pm Antworten

      Hey Janna
      Danke für die tollen Empfehlungen! „Amokspiel“ kenne ich noch gar nicht, da muss ich mir gleich mal die Beschreibung durchlesen und stöbern gehen. Action finde ich eigentlich ganz gut, wenn es zum Szenario passt und der Geschichte passt 🙂
      Liebe Grüsse und einen guten Wochenstart
      Julia

      • Janna | KeJas-BlogBuch August 22, 2017 at 10:22 am Antworten

        Sehr gerne (=
        Das liebe ich ja auch an den gegenseitigen Blogbesuchen – die Tipps und Co *-* Hoffe eines der Bücher ist dann auch was für dich – wobei ich denke „Therapie“ wird dir gefallen, da du auch „Seelenbrecher“ gern gelesen hast!

        Wochenstart war eher mööp, liege nun die ganze Woche mit Krankschreibung zu Hause…

  2. angeltearz August 19, 2017 at 7:22 pm Antworten

    Hey,

    das habe ich schon so oft gehört, dass die neuen Bücher von Fitzek so schlecht sein sollen. Schade!

    Hab einen tollen Abend.

    Ganz lieben Gruß
    Steffi
    http://www.angeltearz-liest.de

    • Julia August 20, 2017 at 12:50 am Antworten

      Hey Steffi,
      Noah ist tatsächlich 2013 erschienen, gehört also meiner Meinung nach zu den älteren Fitzek Büchern. Aber ich bin da nicht sehr bewandert, war eben mein erstes Buch von ihm 🙂 Aber Bücher wie „Das Paket“ oder „Achtnacht“ interessieren mich vom Thema her überhaupt nicht. Trotzdem werde ich noch das ein oder andere Buch von ihm lesen.
      LG Julia

  3. Eva August 19, 2017 at 7:06 pm Antworten

    Das böse Cover 😀 ich war zum Glück vorgewarnt und hab es gleich umgedreht hingelegt.

    Ansonsten war Noah ein ganz anderer „Fitzek“. Die Verwirrung ist bei ihm aber normal 🙂

    Liebe Grüße!
    Eva

    • Julia August 20, 2017 at 12:48 am Antworten

      Liebe Eva
      Ich bin beim Cover wirklich schrecklich erschrocken und wäre froh gewesen, wenn mich jemand gewarnt hätte. Aber so werde ich in Zukunft jedes Fitzek Buch etwas kritischer betrachten 😀
      LG Julia

  4. fraggle August 19, 2017 at 11:15 am Antworten

    Das mit dem Cover ist mir auch passiert! 🙂

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