Willkommen zum zweiten Beitrag zur Diskussionsreihe Tabi und Julias Wort zum Sonntag. Jeden zweiten Sonntag im Monat werdet ihr bei Tabi oder mir unsere Meinung zu einem buchigen Thema finden. Den letzten Beitrag findet ihr >hier< bei Tabi. Also los geht’s mit mit Thema Nr. 2: Buchverfilmungen!


„Hast du schon gehört? Buch XY wird verfilmt!“ Diesen Satz hören wir immer öfter, denn mittlerweile wird jeder erfolgreiche Bestseller verfilmt. Seien es nun Romane wie Ein ganzes halbes Jahr, Sieben Minuten nach Mitternacht oder Jugendbücher. Die Beispiele sind schier endlos: Hunger Games, Divergent, Twilight, Maze Runner, Rubinrot, Die Insel der besonderen Kinder. Der neuste Trend: Serien! Game of Thrones, Vampire Diaries, Outlander oder Pretty Little Liars haben es bereits geschafft. Von den ganzen Buchverfilmungen verliert man schnell den Überblick und öfters stellt sich die Frage: Sind die Verfilmungen überhaupt sehenswert? Lohnt sich ein Gang ins Kino? Tabi und ich widmen uns in diesem Wort zum Sonntag den guten und schlechten Buchverfilmungen. Dabei handelt es sich um unsere persönliche Meinung.

 

Moderne Klassiker (aus dem späten 20. und frühen 21. Jahrhundert)

Herr der Ringe

Wer kennt sie nicht? Die Verfilmungen zur Herr der Ringe Trilogie, einer Oscar-premierter als der andere. Und das zu recht! Großartige Bilder, Witz, Charme, Liebe zum Detail und ein Soundtrack, der bis heute als einer der ganz, ganz großen gilt. Die Herr der Ringe Bücher, von Tolkien im 1950er Jahren veröffentlicht, stellten so etwas wie eine kleine Revolution dar. Nicht nur wegen all der verschiedenen Rassen – Zwerge, Elben, Menschen und so weiter – sondern auch wegen einer vollkommen eigenen Sprache, welche Tolkien selbst ausarbeitet und so sprachfertig bereitstellte. Noch heute gibt es Menschen, die neben Klingonisch auch Elbisch lernen wollen, können und es auch tun. Und das alles hat unter anderem so eine große Reichweite erzielt, weil die Filme absolut bombastisch waren. Mit epischen Schlachten und monumentaler Länge versuchen die drei Filme „Die Gefährten“, „Die zwei Türme“ und „Die Rückkehr des Königs“ ihren jeweiligen Buchvorlagen gerecht zu werden. Dass sie, trotz ihrer Länge, nicht allem gerecht werden konnten wird an der Rolle von Tom Bombadil deutlich, von dem sich viele Fans der Bücher gewünscht hätten, ihn doch noch auf dem „big screen“ zu sehen. Doch auch mit Abstrichen sind diese Filme nicht nur der Anbruch eines neuen Film- sondern auch eines neuen Buchverfilmungszeitalters!

Harry Potter

Ebenso weltbekannt wie Herr der Ringe sind die Harry Potter Bücher und die dazugehörigen Filme. Die Fans fieberten jedem Teil sehnlichst entgegen. Sobald man im Kino sass und die unverkennbare Harry Potter Musik durch den Saal drang, fühlte es sich an wie nach Hause kommen. Harry und seine Freunde entführten uns immer aufs neue in ihre spannenden Abenteuer und ihren Kampf gegen Voldemort. Wie auch bei Herr der Ringe haben es nicht ganz alle Charaktere in den Film geschafft. Peeves, ein sehr amüsanter Geist in Hogwarts, der viele Streiche spielt, wird im Film nicht einmal erwähnt. Trotzdem gehören die Harry Potter Bücher und Filme heute schon zu den modernen Klassikern, die jeder kennen sollte.

 

Gute Verfilmungen

Hunger Games – Catching Fire

Hands down – ich war nie ein riesig großer Fans von Dystopie. Das konnte auch die so viel gelobt „The Hunger Games“ oder „Die Tribute von Panem“ Reihe nicht ändern. Das erste Buch habe ich gelesen, um mir den Film anschauen zu können – und war ziemlich enttäuscht. Auf der einen Seite hatte der Film den Charme eines Indie Films – man sah ihm das Budget deutlich an – auf der anderen Seite hatte ich mir auf dem Bildschirm mehr Spannung als im Buch erhofft. Denn irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Handlung quasi wie für einen Film gemacht war. Dementsprechend mit geringen Erwartungen ging ich dann in den zweiten Film hinein. Das zweite Buch hatte ich noch so halb gelesen, wusste aber kaum noch etwas und ehrlich gesagt war die Reihe für mich zu diesem Zeitpunkt schon uninteressant geworden. Und dann kam der Tag von „Catching Fire“ und alles änderte sich. Alles, wirklich alles, war besser! Die Grafik, die Abfolge von Events, das Tempo, der Soundtrack, die Dynamik, der Stil! Es war ein Inferno von Großartigkeiten und ich erinnere mich heute noch daran, als sei es erst gestern gewesen. „Catching Fire“ entfaltete endlich all das cineastische Potenzial, welches ich im Dystopian Genre gesehen hatte. Danach sah ich Dystopien mit anderen Augen, musste sofort das dritte Buch der Reihe lesen und war für eine kurze Zeit wirklich besessen von Dystopien. Doch auch wenn „Catching Fire“ für mich einer der besten Kinobesuche der letzten Jahre war, enttäuschten mich Nachfolger wie „Divergent“, „The Maze Runner“ und auch die letzten zwei Panem Filme maßlos. Warum? Wahrscheinlich, weil die Buchvorlagen mir wieder mehr am Herzen lagen als „Catching Fire“.

 

Warum wir Filme von Büchern, die wir gelesen (und geliebt) haben einfach nichts abgewinnen können

Linda Hutcheon schreibt in ihrer Untersuchung zum Thema Adaptionen („A Theory of Adaptation“), dass alle Adaptationen mehr oder weniger stark auf ihrer Quelle basieren. Doch egal wie sehr sie darauf basieren – sie müssen immer als eigenständiges Werk zu sehen sein. Hutcheon hat diese Aussage für alle Arten von Adaptionen getroffen – Bilder, Spiele, Themenparks – aber am ersichtlichsten wird wohl die Adaptionsbeziehung zwischen Buch und Film, einfach weil wir ihr so oft und so bewusst im Alltagsleben begegnen. Und obwohl wir der Sache bewusst begegnen, sind unsere Erwartungen an Buchadaptionen wahnsinnig hoch. Dabei geht es nicht einmal immer darum, dass die eigene Vision umgesetzt wird – auch wenn diese am Ende immer leidet! – sondern auch um das „Gefühl“ des Buches zu vermitteln. Doch das „Gefühl“ eines Buches beschreibt jeder ein bisschen anders – es ist der Subjektivität eines jeden einzelnen unterworfen. Dadurch wird es quasi unmöglich eine Adaption, die auf dem Lieblingsbuch oder zumindest einem sehr geschätzten Roman basiert, etwas abgewinnen zu können. Außer man macht sich bewusst, dass ein Film niemals so an das Quellenmaterial heranreichen wird, wie man es sich wünscht. Und wenn die Liebe zum Buch einfach zu groß ist und der Frevel einer Verfilmung von vornherein zu schmerzvoll scheint – dann sollte man den Kinobesuch am besten einfach meiden!

 

Schlechte Verfilmungen

Während wir uns bei den „guten“ Buchvefilmungen den Kopf zerbrachen, kamen die Titel zu den „schlechtesten“ wie aus der Kanone geschossen. Wie bereits erwähnt, werden wir hier unsere eigenen, persönlichen Meinungen erläutern. Falls wir hier euren Lieblingsfilm erwähnen: Let the discussion begin! Schliesslich geht es hier um Diskussionen.

And the oscar, for the worst book adaption goes to: ERAGON!
Die Eragon-Bücher sind wirklich genial, was man vom Film nicht behaupten kann. Die Figuren werden im Buch komplett anders beschrieben als wie im Film dargestellt, die Handlungen erscheinen wirr und der Computer animierte Drache Saphira sieht nun wirklich wie eine blaue Eidechse aus. Handlungsstränge werden getauscht und machen keinen Sinn. Hat irgendjemand, der am Film mitgearbeitet hat, auch nur ansatzweise das Buch gelesen? Es sieht nicht danach aus.

Tabi und ich waren uns auch hier sofort einig: Divergent darf auf der Liste nicht fehlen. Während die Bücher ganz in Ordnung sind, ist der erste Film einfach schrecklich. Von den ganzen Filmfehlern abgesehen, wurden auch hier Handlungen verdreht und Charakterentwicklungen waren so gut wie gar nicht ersichtlich.

Während ich die Bücher innerhalb weniger Tage verschlungen habe, konnte mich der Film Maze Runner nicht überzeugen. Auch hier schleichen sich einige Filmfehler ein, was selbst dem besten Regisseur passieren kann, aber dennoch auffällt. Ausserdem werden hier teilweise schon Handlungen vom zweiten Buch miteingezogen, was keinen Sinn ergibt. Die gefährlichen Kreaturen im Film sehen alles andere aus als wie im Buch beschrieben und die Furcht vor dem Labyrinth wurde nur stellenweise gut rübergebracht.

Was kommt dabei heraus, wenn ein deutsches Filmstudio einen englischen Film drehen will? Richtig! Rubinrot. Wahrscheinlich wollten sie den englischen Charme von London rüber bringen, jedoch wirkte es ein wenig albern, wie britisch sie alles darstellen lassen wollten. Zudem wurde auch einfach ein sehr unterhaltsamer Charakter weggelassen. Kann man machen, wenn man die Fans der Bücher verärgern will. Oder wenn man das Budget anderswertig herauswirft. (EDIT: Auf Twitter wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass Xemerius im zweiten Film auftaucht. Diesen Film habe ich allerdings nie gesehen und beziehe mich nur auf den ersten Teil. Vielen Dank an Emily und Anna für den Hinweis!)

Percy, oh Percy. Jede Menge Kinder, Jugendliche und Erwachsene kennen und lieben dich und dann passiert sowas. Wisst ihr noch, damals, als Michael Endes „Die unendliche Geschichte“ verfilmt wurde und der Autor sich irgendwann von dem Film distanzierte? Tja, also … auch Rick Riordan ist von den Filmen nicht sonderlich begeistert (>hier< könnt ihr es nachlesen). Und da ist er nicht alleine…

Hier sind sich eigentlich alle Leser der Bücher einig. Und selbst ich, die Percy Jackson erst nach den Verfilmungen entdeckt hat, war von Anfang an nicht begeistert von dem, was da auf dem großen Bildschirm flimmerte. Denn es fehlte nicht nur der Witz und die Leichtigkeit, sondern irgendwie auch der Spannungsbogen. Der erste Film ging irgendwie noch, man quälte sich eben so durch, doch spätestens der zweite entfaltete dann seinen geballten Graus und schoss die Percy Jackson Verfilmungen in eine Liga mit den Live-Action Verfilmungen von „Dragon Ball“ und der Adaption von „Eragon“. Und dabei hätte es so schön sein können! Aber leider fristet Percy Jackson nun sein Dasein als filmische Metapher für „We don’t talk about it“. Wollen wir hoffen, dass die restliche Reihe verschont bleibt…

City of bones

Mit den Adaptionen „City of Bones“ oder „Die Chroniken der Unterwelt“ verhält es sich ähnlich wie mit der Buchvorlage von Cassandra Clare – diese Reihe ist einfach nicht tot zu kriegen!

Nachdem der Film mit Lily Collins (Clary Fray) und Jamie Campbell Bower (Jace (noch) Wayland) eher so mäßig lief und der einzige Lichtblick nur Misfits Robert Sheehan als Simon Lewis war, wurde zunächst die Produktion von „City of Ashes“, dem zweiten Teil, angekündigt. Je mehr Wochen und Monate ins Land gingen, desto mehr verliefen sich diese Pläne jedoch – Gott sei Dank! – im Sand und schließlich legte man das Projekt still. Hurra, dachte sich da der von YA Verfilmungen gesättigte Kinogänger mit Hang zum Schmöckern. Ditte sind wa los! Aber – Pustekuchen! Wie Phönix aus der Asche erstiegen die Mortal Instruments aus der Asche auf und während Cassandra Clare ein Buch nach dem anderen über die Schattenjäger auf den Markt warf, gebar Netflix und der jetzige TV Sender Freeform 2016 die Serie „Shadowhunters“.

Der Aufschrei der Fangemeinde war groß – gemischt mit dem Stöhnen von denen, die es nicht mehr sehen konnten. Und obwohl ich irgendwie zu letzteren gehörte, gab ich Staffel 1 trotzdem eine Chance. Was dabei herauskam waren hauptsächlich komisch choreographierte Kämpfe, unfreiwillig lustige Szenen, ein ganz passabler Cast und eine wirklich süße Malec Darstellung. Das konnte jedoch nicht verhindern, dass „Shadowhunters“ eher etwas zum Schmunzeln statt eine interessante Umsetzung der Bücher war. Dass die Serie einen sehr starken Eigenwillen besitzt wird dann auch bald in Staffel 2 ersichtlich, die sich momentan sehr stark von den Vorlagen entfernt. Leider war für mich aber nach einer Staffel aber Schluss, denn obwohl ich das Zusammenspiel aus komischer Episode und witzigem Recap von Christine Riccio (>Hierlang< zum Youtubevideo!) mochte, war doch irgendwann das Fass „Schattenjäger“ bei mir endgültig übergelaufen. Für mich leider in beiden Fällen eine eher schlecht bis mäßige Umsetzung.

 

Verfilmungen, die die Geister spalten

Während man manche Filme ziemlich schnell zuordnen kann und eine Mehrheit die Verfilmungen gut oder schlecht finden, scheiden sich bei manchen Filmen die Geister. Selbst die Fans der Bücher sind sich uneinig und springen sich gegenseitig an die Gurgel.

Fifty Shades of grey

Da ist er wieder – der „Master of the Universe“. So hieß „Fifty Shades of Grey“ nämlich als Christian Grey noch Edward Cullen war und auf FanFiction sein Unwesen trieb. Dass aber neben ehemaligen Harry Potter FanFiction Schreibern wie Cassandra Clare auch Twilight FanFiction Schreiber wie E.L. James den Sprung auf den Buchmarkt schaffen, war im Post-Twilight Hype keine Seltenheit. Dass es eine dieser Versionen aber auf die Kinoleinwand schafft – das war nochmal ein Meilenstein für sich!

An herausgekommener Filmproduktion spalten sich nun dennoch die Geister. In drei grobe Teile um genau zu sein. Da gibt es einmal die ehemaligen „Twilight Moms“, die jetzt zu dem „erotisch“ angehauchten Fifty Shades of Grey übergegangen sind und Christian Grey nicht nur heiß, sondern auch extrem charmant und beziehungsfähig halten. Kurzum: Menschen, die Bücher und Filme großartig finden.

Dann gibt es da noch diejenigen, die sich die Filme im Kino anschauen, um sich „darüber lustig zu machen“. Wobei man hier nie so genau weiß, ob es wirklich nur ums lustig machen oder doch um das heimliche Entertainment geht und man nur nicht dazu stehen möchte. Denn manche Betrachter, wie die dritte und letzte Gruppe, würden für die Filme niemals Geld ausgeben. Auch ich zähle mich zu dieser letzten Gruppe hinzu, da ich die in den Büchern und Filmen vertretenen Beziehungsformen in keinster Form unterstützen möchte. Eine so unreflektierte Herangehensweise an Sexualität und Beziehungen sollten ohne Disclaimer nicht auf Großbildleinwänden gezeigt werden. Sexualität – yay! Jegliche Form von emotionalen und körperlichen Misshandlungen – ney!

Bleibt nur die Frage: warum ist „Fifty Shades of Grey“ für manche Gruppen so attraktiv? Auf der einen Seite, weil es ein weiteres Taboo sprengt – was per se nichts schlechtes ist – auf der anderen Seite ist hier das „Game of Thrones“ Phänomen in vereinfachter Form am Werk: Boobies. (Und auch ein bisschen Gewalt, wenn man’s genau nimmt…)

 

Bei der Hobbit Filmreihe waren sogar Tabi und ich uns uneinig. Während Tabi die Filme nicht mochte, fand ich sie ganz in Ordnung.

Zugegeben, ich (Julia) habe die Hobbit-Bücher noch nicht gelesen. Betonung auf noch, denn wie die Herr der Ringe Bücher sind sie fester Bestandteil meiner „To-Read“-Liste. Die Filme finde ich aber schon jetzt grandios. Während Teil 1 mich von der Story her nicht sehr überzeugen konnte, fand ich Teil 2 umso besser! Vielleicht bin ich aber auch sehr leicht beeinflussbar, weil DRACHE! Mit der Synchronstimme von Benedict Cumberbatch! Teil 3 hatte zwar gewiss seine Schwächen, alleine schon wegen dem riesigen AMERICA-Adler der alle rettet, aber insgesamt kann man sagen: Doch, diese Filmreihe hat mich unterhalten. Und die Musik sowie die Landschaften waren wie gewohnt atemberaubend.

Tabi
Ich kann gar nicht so genau sagen, was mich am Hobbit stört. Für mich sind es vor allem die überhand nehmenden CGI Effekte, ein Plot, der sich wahnsinnig in die Länge zieht, leicht gezwungen wirkende Liebesgeschichten, nicht immer ganz sauber funktionierende Dialoge und ein Schnitte, die merkwürdiger nicht hätten sein können. Ein Beispiel hierfür: Smaugs Auftritt partiell – und damit meine ich für ganze 3 Minuten – noch in den dritten Teil zu verlegen hat für mich den Spannungsbogen eher zunichte gemacht. Es kam mir vor als hätte Peter Jackson eine Ewigkeit nach der richtigen Stelle gesucht und dann am Ende doch irgendwie keine richtige gefunden. Für mich spürt man einfach zu sehr, dass man hier an den Erfolg von „Der Herr der Ringe“ anknöpfen wollte – mit dem gleichen System, nur leider ein Jahrzehnt zu spät.

 

Bücher, die verfilmt werden

Die Autoren und die Filmindustrie freut es, wenn Bücher verfilmt werden. Denn das freut (meistens) die Fans der Bücher und lockt sie in den Kinosaal, während Neulinge die Bücher lesen oder einfach den Film schauen können. Welche Filme oder Serien es in nächster Zeit geben soll, haben wir hier zusammengefasst. Natürlich mit einem kurzen Kommentar, was wir uns erhoffen und wie wir es finden, dass die jeweiligen Bücher verfilmt werden.

Du neben mir (Everything, Everything; 2017)

Nachdem ich für dieses Buch damals gespoilert wurde und es trotzdem danach noch abgöttisch geliebt habe, bin ich sehr gespannt auf den Kinofilm! Einen Trailer gibt’s sogar schon und der sieht gar nicht verkehrt aus – auch wenn die Edward Cullen Matte mit Rauswuchs doch tatsächlich immer noch im Trend ist… -> Trailer

The Circle (2017)

Das Buch von Dave Eggers kommt bereits dieses Jahr ins Kino und neben Emma Watson und John Boyega (Star Wars: Das Erwachen der Macht) freue ich mich vor allem auf Karen Gillan, die der gemeine Doctor Who Fan kennen und lieben gelernt hat! -> Trailer

Illuminae (?)

Noch ist die Sci-Fi Trilogie von Jay Kristoff und Amie Kaufmann nicht abgeschlossen, aber die Filmrechte sind bereits verkauft! Unter anderem soll Brad Pitt die Filme angeblich produzieren. Momentan hoffe ich allerdings am meiste darauf, dass das dritte Buch als Film nicht wieder entzweit wird…

The Bone Season (?)

Bereits nach Buch eins aus Samantha Shannons Reihe wurden die Filmrechte an das Studio von Andy Serkis verkauft… ihr wisst schon, Gollum? Noch ist das Projekt nicht großartig voran gekommen, wahrscheinlich auch dadurch, dass die Reihe ihren hohen Ansprüchen als „Rowling Nachfolge“, als die sie anfangs beworben wurde, nicht gerecht werden konnte – das zumindest lassen die momentanen Cover Veränderungen vermuten. Ich (Tabi) bin trotzdem ein riesiger Fan und hoffe, dass die Buchreihe bald für ihren eigenen Wert geschätzt wird – gerne auch mit einem guten Film dazu! 🙂

Daughter of Smoke and Bone (2020)

Das Drehbuch dazu soll angeblich Stuart Beattie (Fluch der Karibik) schreiben, die Regie übernimmt Michael Gracey. Ob und wann der Film dazu tatsächlich in die Kinos kommt, bleibt noch offen. Die Meinungen hierzu sind gespalten, während Tabi sich auf die Verfilmung freut, sitzt Julia bockig daneben und ärgert sich. Hoffentlich werden die Seraphen und Chimären so darstellen wie im Buch, sonst wird Julia noch bockiger.

Red Rising (?)

Epische Schlachten im Weltall, ein komplexer Weltenbau und die eindrücklichsten Charakterentwicklungen. Um die Red Rising Bücher von Pierce Brown herrscht ein berechtigter Hype (Kommentar von Julia: Ernsthaft. Read the goddamn books!). Auch hierzu soll ein Film ins Kino kommen. Weltallabenteuer werden seit der Marsianer oder Interstellar schliesslich innig geliebt. Aber kann eine Red Rising Verfilmung da mithalten? Zumindest für Julia ist klar: Die Bücher sind tausendmal epischer als der Film. Selbst wenn es ein Meisterwerk wird, an diese epische Trilogie kommt kein Film nur ansatzweise heran.

Throne of Glass (?)

Die Geschichte von Celaena Saradthien soll nicht als Film, sondern gleich als Serie verfilmt werden. Als Serie hat man zwar mehr Zeit, sich an die Details des Buches zu halten, aber wird das tatsächlich eingehalten? Das fragen sich auch die Fans, denn während die einen sich wahnsinnig freuen, bleibt der Rest kritisch. Die Erwartungen an Sarah J. Maas sind jetzt schon gigantisch. Kann die Serie da mithalten oder wird es nach der ersten Staffel schon wieder abgesetzt? Wir bleiben gespannt.

Shatter Me (2017)

Tahereh Mafi hat es vor wenigen Wochen angekündigt: Ihre Trilogie wird zu einer Serie verfilmt! Da sie am Drehbuch dazu mitarbeitet, besteht die Hoffnung auf eine wirklich gute Serie. Allerdings müssen sie gut aufpassen, um nicht als X-Men Abklatsch da zu stehen. Denn das hätten die Bücher wirklich nicht verdient.


Das war es wieder von unserer Seite aus. Jetzt seid aber ihr an der Reihe, schliesslich soll es ein Diskussionsbeitrag sein. Der nächste Beitrag zu „Tabi und Julias Wort zum Sonntag“ wird auf Tabis Blog erscheinen. Bis dahin: Haltet die Ohren steif und lest! (Vor allem Red Rising!)

Kennt ihr noch mehr Bücher, die verfilmt werdet? Freut ihr euch auf eine Verfilmung ganz besonders?

Julia & Tabi

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Written by Julia

    15 Kommentare

  1. felia (libraryoflittleworlds) Juni 4, 2017 at 11:42 am Antworten

    Oh! Mein! Gott! Mit diesem Beitrag hast du mir grade den Tag versüßt!! Ich meine: OH MEIN GOTT, Shatter me und Throne of Glass werden verfilmt?! Wieso wusste ich das noch nicht :OOO?? Ich bin grade total gehyped! Ich liebe die beiden Buchreihen und… omg… Ich kann nicht mehr… Danke danke danke für die Infos <3 !!
    Alles Liebe
    Felia <3

    • Julia Juni 4, 2017 at 5:36 pm Antworten

      Hallo Felia!
      Na gerne doch! Manchmal verpasst man solche Ankündigungen einfach im ganzen Bücherwirrwarr und so gehen diese Informationen gerne mal unter. Wie schön dass du dich so sehr freust, hoffentlich werden Die Verfilmungen deinen Erwartungen auch gerecht 🙂
      Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende
      Julia

  2. kaddy März 26, 2017 at 6:09 pm Antworten

    Hallöchen,

    ja Buchverfilmungen sind so ein Thema. Manche Verfilmungen sind der Hammer – andere dagegen der totale Reinfall. Bei manchen Büchern wünscht man sich vom ganzen Herzen, dass diese eeeeendlich verfilmt werden – bei anderen dagegen bereut man es das Projekt in realisiert zu haben. Irgendwie kann man da so keinen komplett glücklich machen.

    Bei Herr der Ringe fand ich die Filme sooooo schrecklich zääääh und langweilig (wurde von meinem Freund gezwungen die anzuschauen) und bin während dem Film mehrmals eingeschlafen und das bei jedem der drei Teile. Durch dieses zähe schreckt es mich auch ab die Reihe zu lesen, weil mein Interesse zerstört wurde und ich einfach nur einen grooooßen Bogen um diese Welt mache.

    Divergent, also der erste Teil der Reihe, fand ich als Verfilmung echt gelungen. Mag aber auch daran liegen, dass ich zu erst den Film gesehen habe und dann riesen Lust auf die Bücher bekam. Der Film hat mir nicht nur Lust auf die Bücher bereitet sondern auch durch die Zipline Szene die Sehnsucht zum freisein geweckt. Die Sehnsucht ist sogar so groß geworden, dass ich meinen Freund dazu gebracht habe quer durch Deutschland ins Harzgebirge zu fahren, für nur einen Flug!, zu Harzadrenalin (Mega Zipline, wo man auch so liegend fliegt). Es war unglaublich und ich hab mich genau so Gefühl wie Tris im Film….aber zurück zum Thema.
    Den zweiten Teil empfand ich zwar als nah am Buch und der Geschichte aber auch als ziemlich frei interpretiert. Je freier interpretiert wurde desto mehr hat mich der Film im Kino aufgeregt.
    Der dritte Teil hat dann den Vogel endgültig abgeschossen. Zum einen weil sie auf den Zug „wir müssen das Finale in zwei Filme splitten“ aufgesprungen sind und zum anderen weil die Geschichte fast gar nichts mehr mit der Buchvorlage gemeinsam hatte. Als dann noch Szenen kamen, die echt seltsam und nicht im Buch waren hat das „ääääähmmm?!“ sich in meinem Kopf total ausgebreitet. Wie nicht anders zu erwarten hat der dritte Film das Projekt völlig an die Wand gefahren und ich finde es schade, dass das wirkliche Ende nie verfilmt wird. Jedenfalls nicht mit den ersten Schauspielern.

    Ohhhh Gott…Rubinrot-Saphirblau-Smaragdgrün. Filme die für mich in die Mülltonne gehören. Kerstin Gier hat mich mit ihren Büchern total überzeugen können und die Idee der Geschichte finde ich auch so richtig gut aber die Filme – no way.
    Kann mich noch richtig gut daran erinnern als es hieß Rubinrot kommt in die Kinos und ich mich gefreut habe. Der Trailer sah gut aus und als Sahnehäubchen kamen die Schauspieler nach Stuttgart. Ich habe mich an dem Tag wie im Himmel gefühlt bis ich dann im Kinosaal saß und mir „hääää?!“ gedacht habe. Es wurden Charaktere und Handlungszeitpunkte vertauscht und Sachen erwähnt sie so nicht vorkamen.
    Nach dem ersten Teil war ich da irgendwie noch gnädig und habe mir gedacht „ok, es waren nur ein paar wenige falsche Dinge drinnen, gib den anderen Teilen eine Chance“. Vielleicht lag es an der Euphorie dass ich die Schauspieler getroffen habe…wer weiß, wer weiß. Bei Saphirblau kam die nächste böse Überraschung oder soll ich sagen große Enttäuschung? Sogar meine Schwester, die die Bücher nicht gelesen hat, fand den Film schlecht. Nach Teil zwei war bei mir jedenfalls Schluss und ich bin froh drum, denn der dritte war schon im Trailer echt mies.

    Zu den angekündigten Verfilmungen stehe ich noch neutral gegenüber. Bin immer auf die Trailer gespannt und wie der Film im großen und ganzen wirkt.

    Liebe Grüße,
    Kaddy

    • Julia März 26, 2017 at 6:25 pm Antworten

      Liebe Kaddy
      Hui, danke für deinen ausführlichen Kommentar! 🙂
      Bei Herr der Ringe kann ich dich verstehen, beim ersten Film bin ich auch manchmal ein wenig eingedöst. Aber danach ging es richtig los und ich schaute Teil 2 und 3 gleich nacheinander. Die Filme sind zwar extrem lang und nicht bei jedem springt der Funke rüber, was auch verständlich ist 🙂

      Wow, das hört sich nach einem richtig tollen Abenteuer an für dich! 🙂 Schön dass der Film doch noch etwas gutes hatte. Für mich wäre die Zipline wohl nichts aufgrund meiner Höhenangst. Den dritten Film hab ich nie geschaut, da ich bei Teil 2 schon nicht viel positives sagen konnte, leider 🙁 Die Bücher mochte ich nämlich ganz gut.
      Bei der Edelstein Trilogie habe ich nur den ersten Film gesehen und es war bereits zu viel für mich. Es war bestimmt toll die Schauspieler live zu sehen und ich kann deine Euphorie wirklich nachvollziehen. Umso blöder, wenn der Film dann den Erwartungen nicht gerecht wird. Eine Freundin von mir, die die Bücher geliebt und verschlungen hat, meinte auch der dritte Teil sei nicht wirklich besser. Deshalb haben wir wohl nichts besonderes verpasst.
      Mal sehen, wie sie die angekündigten Filme umsetzen werden. Bei gewissen Büchern sehe ich schon das Potenzial für einen Film oder eine Serie, aber ob die Umsetzung gelingt ist wieder eine andere Frage.
      Liebe Grüsse
      Julia

  3. laberladen März 15, 2017 at 8:40 pm Antworten

    Es gibt tatsächlich ein Buch / Film Gespann, bei dem mir sowohl das Buch als auch der Film gleich gut gefallen. Und zwar ist das „Gone Girl“ von Gillian Flynn. Da hält sich der Film allerdings auch sehr genau an die Buchversion und funktioniert trotzdem als Film.

    LG Gabi

    • Julia März 15, 2017 at 9:53 pm Antworten

      Ich höre gerade das Hörbuch zu „Gone Girl“ um mich davon zu überzeugen 🙂 Den Film habe ich letztes Jahr gesehen, weiss aber nicht mehr genau wie es endet, weshalb ich jetzt umso gespannter auf das Buch bin! Danach wird ich wohl den Film nochmal schauen, um ihn direkt vergleichen zu können. Wer weiss, vielleicht bin ich dann endlich von einer Buchverfilmung überzeugt 😀
      Liebe Grüsse
      Julia

  4. Janna | KeJas-BlogBuch März 12, 2017 at 9:33 pm Antworten

    Das die Adaptionen als eigenständig gesehen werden müssen – sehr schwer wenn man das Buch kennt! Und grundlegend habe ich immer an Buchverfilmungen zu meckern – kann es aber auch nicht sein lassen diese zu schauen 😀
    Aber wenn einige Jahre dazwischen liegen, dann geht’s!
    Ein wirklich feiner Beitrag, für mich waren aber nur solche Verfilmungen dabei (wie Herr der Ringe) bei denen ich die Bücher nicht gelesen habe oder aber weder Buch noch Film jemals vor die Augen bekomme 😉

    Wünsche einen feinen Sonntag & liebe Grüße
    Janna

    • Julia März 12, 2017 at 9:52 pm Antworten

      Hey Janna
      Wenn man die Filme unabhängig anschaut gefallen einem die Filme sogar, aber wie du gesagt hast ist es wirklich schwierig wenn man die Bücher gelesen hat. Ich schaue inzwischen so gut wie keine Verfilmungen mehr, weil ich sonst auch viel zu meckern habe. 😀
      Liebe Grüsse
      Julia

      • Janna | KeJas-BlogBuch März 19, 2017 at 1:34 pm Antworten

        Ich kann nicht anders, ich muss die Verfilmungen dann meist schauen – innere Zwang oder so 😀

  5. thebookhubble März 12, 2017 at 8:37 pm Antworten

    Hey Julia,
    eine tolle Übersicht über alle wichtigsten Buchverfilmungen! Es scheint ja echt der neuste Trend zu sein, Serien aus Büchern zu machen anstatt Filmen. Bei manchen Reihen habe ich mir das auch echt schon gewünscht, weil der ganze Umfang einfach viel besser in einer Serie rübergebracht werden könnte, aber meistens habe ich Angst wenn sowas produziert wird. Es gibt nicht so viele Buchverfilmungen, die mich richtig überzeugen konnten und meistens rege ich mich danach nur über alle Möglichen Sachen auf, die im Buch ganz anders waren und dabei geht irgendwie das Feeling verloren. Ich hab schon so oft gedacht „Hätten sie die Reihe/das Buch doch lieber in Ruhe gelassen!!“.
    Ganz schlimm ist es da bei Shadowhunters. Die Mortal Instruments Reihe ist eine meiner absoluten Lieblingsreihen, die unter anderem zu meiner jetzigen Liebe zu Büchern beigetragen hat. Nach dem Kinofilm war ich schon so traurig und dachte, es könne schlimmer nicht mehr kommen. Als ich dann die ersten beiden Folgen der Serie gesehen habe, war es aber echt vorbei für mich. Die Serie kann ich einfach nicht ernst nehmen, so sehr kommt sie mir wie eine Parodie einer richtig genialen Reihe vor. Nach den ersten zwei Folgen habe ich nicht mehr weitergeschaut, liebe aber die Recaps von Christine Riccio! Mit denen kann ich dann doch irgendwie den Verlauf der Serie verfolgen, ohne mich immer total aufregen zu müssen.
    Auf jeden Fall ein ganz toller Beitrag! Noch einen schönen Abend und liebe Grüße,
    Larissa

    • Julia März 12, 2017 at 9:58 pm Antworten

      Liebe Larissa
      Danke für das Kompliment! 🙂 Ich nerve mich inzwischen auch nur noch über Verfilmungen. Shadowhunters hab ich nie gesehen, aber Tabi scheint wirklich keine Freude daran zu haben. Bücher als Serien zu verfilmen finde ich eigentlich eine bessere Idee als sie zu einem Film zu machen, da man eben mehr Zeit hat um alles richtig gut zu durchdenken und man mehr Platz für Charakterentwicklungen hat. Aber wenn das Budget zu niedrig ist, ist es schwierig sich an die Buchvorlage zu halten. Deshalbt denke ich auch dass „Shatter Me“ als billiger X-Men abklatsch enden könnte und wie eine Parodie wirkt 🙁
      Liebe Grüsse und einen schönen Wochenstart
      Juli

  6. Elli März 12, 2017 at 5:35 pm Antworten

    Hi Julia,
    eine sehr coole Zusammenstellung der aktuellen & wichtigen Buchverfilmmgen. Manchmal bekomme ich das gar nicht mit, wenn ein Buch, welches ich gelesen habe, verfilmt wurde/wird. Ich bin ein totaler Buchverfilmung-Fan und muss mir die dann auch immer gleich alle angucken, auch wenn es mehrere gibt (z.B. Shining). Nur damit man dann sagen kann: „Das war aber im Buch ganz anders!“ 😀
    Ich freue mich so WAHNSINNIG auf Illuminae & Red Rising. Ich hoffe wirklich aus ganzem Herzen, dass da auch dran gearbeitet wird und nicht einfach nur die Rechte verkauft wurden und dann hört man nie wieder was davon. Gibts ja leider auch oft genug. Und vermutlich werden die Verfilmungen nie an die Bücher rankommen aber es ist doch schön, die Charaktere mal zu sehen. 🙂
    Eine schöne Beitragsreihe!
    Liebste Grüße,
    Elli

    • Julia März 12, 2017 at 7:10 pm Antworten

      Liebe Elli
      Vielen Dank für die lieben Worte <3 Ich erfahre meistens über Twitter oder früher auch Instagram welche Bücher verfilmt werden. Bei Red Rising bin ich wirklich etwas skeptisch. Einerseits könnte es ein ganz guter Actionfilm im Weltall werden, andererseits bleibe ich skeptisch, weil die Bücher einen sehr hohen Stellenwert bei mir haben und kein Film sie je übertreffen könnte 🙂
      Da hast du Recht, hoffentlich ziehen sie die Filme auch wirklich durch. Bei Daughter of smoke and bone wird es wohl noch etwas länger gehen, die reden schon ewig über eine Verfilmung 😀
      Liebste Grüsse und noch einen schönen Abend
      Julia

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