Dieses tolle Buch bekam ich von meinem Wichtel zu Weihnachten. Brösels Bücherregal organisierte das ganze und so durfte ich an Weihnachten voller Begeisterung mein Geschenk auspacken.
In dem Paket waren nebst diesem wundervollen, aber auch dramatischen Buch, auch noch ein tolles Lesezeichen, eine selbstgemachte(!) Schneeflockenkette und Schokoladenherzen darin. Vielen herzlichen Dank nochmal an meinen Wichtel Rebecca von orkania!


Klappentext

Lana und ihre beste Freundin Kitty wagen das ganz große Abenteuer und verlassen ihre Heimat England, um auf Weltreise zu gehen. Unterwegs treffen sie auf eine Gruppe junger Globetrotter, die mit ihrer Yacht »The Blue« von den Philippinen nach Neuseeland segelt. Schnell werden die beiden jungen Frauen Teil der Crew, und es beginnt eine aufregende Zeit voller neuer Erfahrungen vor der traumhaften Kulisse der Südsee. Doch auch das Paradies hat seine Grenzen. Denn Lana und Kitty merken bald, dass an Bord nichts ist, wie es scheint. Und als ein Crewmitglied mitten auf dem Ozean spurlos verschwindet, kommen nach und nach die Gründe ans Licht, weshalb ihre Mitreisenden die Fahrt wirklich angetreten haben …

Kurz-Info

• Autor: Lucy Clarke
• Verlag: Piper
• Seiten: 384
• Genre: Roman


Zur Story

Was zunächst nach einem lockerflockigen Sommerbuch anhört, wird in der Hälfte des Buches ziemlich dramatisch. Zunächst beginnt alles wie ein Traum, Lana und Kitty begegnen zufälligerweise Denny und seiner Crew und dürfen mit ihnen mit segeln. Sie finden neue Freunde, entdecken abgelegene Strände und Höhlen, gehen schnorcheln und geniessen das Leben. Allerdings gibt es einen ziemlich heftigen Wendepunkt, woraufhin das Buch ein kleiner Thriller wird. Man fiebert mit, rätselt herum und ist schockiert vor der Gefühlskälte gewisser Figuren.

Die Kapitel sind in “Jetzt” und “Damals” aufgeteilt. Obwohl ich solchen Zeitenwechsel nicht wirklich mag, hat Lucy Clarke es hier wirklich sehr passend gelöst. Während wir im “Jetzt” mit Lana schon auf der ersten Seite vom Untergang der The Blue erfahren und uns fragen, was mit Kitty und der Crew passiert ist, ob man auf Überlebende hoffen darf und mit Lanas Gedanken klar kommen muss, wird im “Damals” chronologisch erzählt, wie sie und Kitty die Crew kennengelernt haben und wie Lana zu dem Punkt gekommen ist, wo sie jetzt ist. So bleibt es durchgehend spannend, da man mit jedem Charakter mit fiebert und sich hofft, dass er das Unglück überlebt hat.

Charaktere

Das Buch hat zahlreiche, unterschiedliche Charaktere, aber alle haben eins gemeinsam: Sie wollen ihr altes Leben hinter sich lassen und neu beginnen. Auf einer Yacht, draussen auf dem Meer mit Menschen, die sie davor nicht kannten. Sie wollen dem Alltag entfliehen und das Leben geniessen. Obwohl es manchmal etwas zu überspitzt dargestellt wurde, konnte man den Drang deutlich nachvollziehen. Von Bucht zu Bucht segeln, schnorcheln, sich mit den neuen Freunden unterhalten und sich in der Sonne bräunen. So eine Auszeit wünschen wir uns doch alle.

Lana war mir sehr schnell sympathisch, allerdings büsste sie die gewonnene Sympathie im Verlauf der Geschichte etwas ein. Stellenweise benahm sie sich kindisch und wurde etwas zu gutmütig. In gewissen Situationen kann ich ihre Handlungen zwar gut nachvollziehen, aber in einer ganz bestimmten Situation, die ich hier aufgrund von Spoilern nicht nennen will, fand ich sie nur noch naiv und zu gut.

Schreibstil

Lucy Clarke schreibt anscheinend gerne Page-Turner Bücher, denn wie schon bei Der Sommer in dem es zu schneien begann und Die Landkarte der Liebe konnte ich dieses Buch kaum aus der Hand legen. Clarke bringt wie bei ihren anderen Büchern ständig kleine, überraschende Wendungen ein. Während andere Autoren auf jeder Seite einen unerwarteten Plottwist raushauen, spart sich Clarke diese Momente und bringt sie im richtigen Moment zur Geltung. So wird man nicht von Plottwists überrollt und hat wirklich diesen “Oha!”-Moment.

Fazit

Das Ende bringt dann wieder einige Überraschungen mit sich, was mich aber wirklich zu tiefst schockierte war der Epilog. Mir klappte die Kinnlade runter und ich verstand die Welt nicht mehr. Dieser Epilog schafft es, das ganze Buch nochmal zu hinterfragen. Lucy Clarke hat es wieder geschafft, einen Sommerroman zu schreiben, dieses Mal mit einer Portion Thriller. Für alle Clarke Fans ein absolutes MUSS! Und auch für alle anderen, die eine Lektüre brauchen um das Fernweh neu zu entfachen und durch die Welt zu segeln.

 

Weitere Rezensionen:

vielleserin

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Written by Julia

    8 Kommentare

  1. Theresa Februar 11, 2017 at 1:48 pm Antworten

    Hallo Julia!
    Dein Beitrag hat mir sehr gut gefallen. Das Buch wandert gleich mal auf meine Liste (damit sie nie aufhört :’D). Ich habe schon vorher von dem Buch gehört, aber der Titel & das Cover haben mich persönlich nicht so angesprochen. Doch jetzt habe ich einen guten Einblick in die Story bekommen & es klingt wirklich interessant!

    • Julia Februar 11, 2017 at 2:28 pm Antworten

      Hallo Theresa
      Das freut mich, dass du dank mir ein weiteres Buch auf der Leseliste hast 🙂 Ich hoffe dir gefällt das Buch, mich konnte es sofort überzeugen!
      Liebe Grüsse
      Julia

  2. talesandmemories Februar 4, 2017 at 12:42 pm Antworten

    Hi Julia,
    das Buch steht schon eine Weile auf meiner Wunschliste und es wird wohl langsam Zeit, dass ich es kaufe und lese. Deine Rezension hat mir auf jeden Fall noch einmal mehr Lust darauf gemacht!
    Liebe Grüße
    Anka

    • Julia Februar 4, 2017 at 12:53 pm Antworten

      Hey Anka
      Es ist auf jeden Fall lesenswert. Falls dir dieses Buch gefällt kann ich dir die anderen Bücher von Lucy Clarke ebenfalls empfehlen, vor allem “Der Sommer, in dem es zu schneien began” ist auch richtig super!
      Liebste Grüsse
      Julia

  3. Kasin von KeJas-BlogBuch Februar 3, 2017 at 3:45 pm Antworten

    Hallo Julia,
    jetzt hast Du mich aber sehr neugierig auf dieses Buch gemacht. Scheint ja doch eine sehr spannende Story zu sein. Hätte ich vom Titel und Cover her nie erwartet.
    Also hat sich da Lesen Deiner Rezension gelohnt;-)
    Ich werde mir das Buch auf jeden Fall mal merken falls ich keine Lust auf die typischen Krimis und Thriller habe.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Kasin

    • Julia Februar 4, 2017 at 11:51 am Antworten

      Liebe Kasin
      Das Buch war auf jeden Fall spannender als erwartet. Es geht bestimmt nicht so blutig zu und her wie in Thrillern oder Krimis, aber es ist trotzdem wahnsinnig spannend 🙂 Es wirkt am Anfang gewiss wie ein normales Sommerbuch, aber ab der Hälfte des Buches nimmt es richtig an Fahrt auf.
      Liebste Grüsse
      Julia

  4. elizzy91 Februar 2, 2017 at 10:55 am Antworten

    Eine schöne Rezension! Fernweh habe ich sowieso ständig! Bin schon mehrmals über das Buch gestolpert! Jetzt habe ich aber richtig Lust bekommen es zu lesen!

    • Julia Februar 3, 2017 at 10:46 am Antworten

      Liebe Elizzy
      Das Buch hat mich wirklich positov überrascht. Lucy Clarke schreibt oft Bücher in anderen Ländern, vielleicht könnte sich deshalb auch ihr anderes Buch “Der Sommer in dem es zu schneien begann” interessieren. Falls du aber miträtseln und einen schaurigen Epilog willst, ist wohl “Das Haus, das in den Wellen verschwand” passender 🙂
      Liebste Grüsse
      Julia

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