Schönen Sonntagmorgen euch allen!

Der Sinn und Zweck von Sonntagsfilme muss ich euch wohl nicht mehr erzählen, kommen wir also gleich ans angemachte: Requiem for a dream. Nach der Schlussszene war ich sprachlos vor dem Fernseher. So etwas passiert mir sehr selten, denn nach einem Film habe ich immer Redebedarf, auch wenn er genial oder totaler Mist war. Aber so sass ich neben meinem Freund, stumm, geschockt, erschüttert.


Handlung

Im Film gibt es vier Hauptpersonen: Sara Goldfarb, eine ältere, verwitwete Frau, ihren erwachsenen Sohn Harry, dessen Freundin Marion und Tyrone, ein Freund von Harry. Alle haben eins gemeinsam: Sie sind drogenabhängig. Nicht alle von Beginn an und nicht alle sind sich dessen bewusst. Während Harry und Tyrone ins Drogengeschäft einsteigen und selber verkaufen, konsumiert Marion selber und kann nicht genug davon kriegen. Die gute alte Sara gerät nicht auf die schiefe Bahn, eher an den falschen Doktor.


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“Ich weiss es nicht” war meine Antwort auf die Frage meines Freundes, wie ich den Film nun finde. Eine Stunde später fiel mir endlich ein passsendes Wort für den Film ein: intensiv. Ich will so viel über den Film erzählen, gleichzeitig will ich nicht über den Film reden.
Das liegt wohl daran, dass er sehr aufs Gemüt schlägt und lässt einen sprachlos zurück. Brutale Szenen gibt es nur wenige, aber nach der Hälfte des Filmes werden die Szenen extrem intensiv.  Es ist grausame Realität, deshalb hat er mich bis ins Mark erschüttert. Alles fängt so harmlos wie Drogen eben sein können an, aber die Handlung steigert sich mit jeder Szene und am Ende eskaliert alles. Während der “Eskalationsszene” war ich angespannt, schaute schockiert auf den Fernseher und traute mich kaum zu Atmen. Es ist brutal, aber nicht auf die gewalttätige Seite. Es ist dieses beklemmende Gefühl, das man nur ungenau beschreiben kann.

Das Drama wird unterstrichen von der Musik von Clint Masell. So erscheint alles noch dramatischer und intensiver, weshalb ich nicht selten während dem Film Gänsehaut hatte. Ich war angespannt und traute kaum zu atmen.

Requiem for a dream ist sehr empfehlenswert, auch wenn es eine Achterbahnfahrt in die Hölle ist. Ich werde ihn nie wieder schauen, weil er mich wirklich hart getroffen hat und ich das nicht noch einmal durchstehen könnte, aber es ist einfach genial. Paranoia und Angstzustände werden grandios und glaubhaft dargestellt.

Das Bild stammt von Wikipedia

Written by Julia

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