Die sympathische Autorin Anne Heerlein hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was ich dankend annahm.


Klappentext

Ein alter Ford, zwei Menschen und 1.600 Meilen zwischen Kanada und Texas.
Noch bis vor kurzem hätte Elizabeth nicht gedacht, dass sie allzu bald diese Reise antreten würde, um zum ersten Mal Nathans Familie zu begegnen. Und eigentlich wäre dieser auch durchaus froh, dass seine Freundin einen weiteren Beziehungsmeilenstein mit ihm wagen will.
Eigentlich … Denn in Winters hat er vor sechs Jahren mehr zurückgelassen als nur sein Elternhaus. Dort lebt noch immer jenes Fragment seiner Vergangenheit, vor dem seine Familie ihn nicht davonlaufen lässt. Und von dem er nie wollte, dass Elizabeth ihn kennenlernt.

Kurz-Info

• Autor: Anne Heerlein
• Seiten: 248 (Kindle Edition)
• Genre: Roman, Liebe


Zur Story

Der Handlungsort ist die Stadt Winters, in der Nathans Familie lebt. Wegen des Klappentextes erwartete ich eher ein Roadtrip, aber für die Handlung war dieser nicht besonders wichtig. Echo ist abwechslungsweise aus Elizabeth und Nathans Sicht geschrieben. Es bringt Abwechslung in die Geschichte und ich mochte beide Erzählperspektiven sehr gerne, was nicht oft der Fall ist. Meistens habe ich einen “Favorit”, deren Kapitel ich lieber lese als andere. Bei diesem Buch war das allerdings nicht so. Die Kapitel sind sehr kurz, was für mich recht ungewohnt und gewöhnungsbedürftig war. Doch nachdem ich mich eingelesen hatte, begann ich das Buch spannend zu finden. Was verbirgt Nathan? Wieso verhält sich seine Familie so grausam zu ihm? Ich hatte dutzende Ideen und hinterfragte alles, was Nathan von sich gab. Ich war auf vieles gefasst, aber nichts davon bewahrheitete sich.
Das Buch kann man nicht so lockerflockig lesen, denn ich fragte mich ständig, was ich in solch eine Situation tun würde. Wie würde ich als Elizabeth oder als Nathan handeln? Würde ich ihm seine Vergangenheit wirklich vorwerfen können?

Charaktere

Ich fand die Charaktere im Buch sehr positiv. Anne Heerleins Buchfiguren besitzen eine gewisse Tiefe, was nicht selbstverständlich ist.
Elizabeth war mir schnell sympathisch. Obwohl sie Platzangst hat und noch andere Dinge ihr schnell zu viel werden, lässt sie sich nicht unterkriegen. In Nathan findet sie eine Person, die ihr durch schwierige Situationen hilft.
Bei Nathan happerte es schon mehr. Ich mochte es nicht, dass er Elizabeth nichts von seiner Vergangenheit erzählt hat. Jedoch merkt man mit jeder Seite wie sehr sich die beiden lieben. Nathan würde Elizabeth am Liebsten von seiner Familie und Winters fernhalten, weil er Angst hat sie zu verlieren. Was wenn sich jemand verplappert? Er will es ihr sagen, weiss aber nicht wie und fürchtet sich von ihrer Reaktion.

Schreibstil

Anne Heerleins Schreibstil ist sehr angenehm. Die kurzen Kapitel war ich mir nicht gewohnt und brauchte deshalb einige Kapitel bis ich im Buch angekommen bin. Besonders zu Beginn des Buches wechselt der Handlungsort bzw. die Zeit sehr oft. Mal in der Gegenwart, dann wieder ein Kapitel, in dem sich Nathan und Elizabeth kennengelernt haben und dann zurück in die Gegenwart. Ich bin kein Fan von solchen “sprunghaften” Wechseln, deshalb fand ich es gut, dass sie gegen Ende hin weniger wurden.

Fazit

Echo ist ein super Buch für zwischendurch. Sobald man sich eingelesen hat, nimmt das Buch an Fahrt auf und man rätselt selbst mit, was Nathan und Elizabeth voreinander zu verbergen haben. Die Charaktere fand ich sehr überzeugend und authentisch. Ich fragte mich selbst oft, wie ich an deren Stelle gehandelt hätte, ob ich die Geheimnisse früher gelüftet oder noch länger alles verschwiegen hätte. Das Ende ist relativ offen, was ich sehr mochte. Die meisten Fragen sind zwar abgeschlossen, trotzdem erfährt man nichts näheres über die Zukunft der beiden. Echo gebe ich 4 von 5 Punkten.

Ein grosses Dankeschön an Anne Heerlein für das Rezensionsexemplar!

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Written by Julia

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