Hallo liebe Leser!

Ja ich bin zurück von meinem Spanienurlaub und bin wieder mitten im Alltag gelandet. In den Ferien hatte ich viel Zeit zu lesen, unter anderem las ich “Ich kenne dich aus meinen Träumen”. Ich stolperte immer wieder über dieses Buch und las mehrheitlich positive Rezensionen darüber. Deshalb freute ich mich riesig, als ich es als Rezensionsexemplar zugestellt bekam. Leider konnte weder die Handlung noch die Charaktere überzeugen. Wieso? Lest selbst!


Klappentext

Elsa verspürt keine Kälte mehr, keinen Hunger, keine Angst. Sie liegt im Koma. Doch sie hört alles um sich herum. Hört, dass die Ärzte die Hoffnung aufgegeben haben und die Maschinen, die sie am Leben erhalten, abstellen wollen. Hört, dass sie auch für ihre Freunde und Familie eigentlich schon verschwunden ist. Bis eines Tages Thibault aus Versehen in ihr Zimmer platzt. Er beginnt mit ihr zu sprechen, ohne Antworten zu erwarten. Erzählt ihr von sich und dem Leben. Und er kommt wieder. Jeden Tag, da er sie in ihrem Zimmer besucht, wächst das Gefühl der Verbundenheit zwischen dem fremden Mann und dem schlafenden Mädchen. Denn Thibault sieht etwas, das alle anderen nicht mehr erkennen: Elsa ist noch da

Kurz-Info

• Autor: Clélie Avit
• Verlag: Goldmann
• Seiten: 256
• Genre: Roman


Zur Story

Die Geschichte wird abwechslungsweise von Elsa und Thibault erzählt. Eine gute Idee, denn nur aus Elsas Sicht hätte das Buch kaum funktioniert, da sie nur Dinge hört. Der Fokus der Geschichte ist vorallem auf den Überlebenskampf von Elsa gerichtet. Sie will der Welt zeigen, dass sie noch da ist und gibt ihr Bestes, um irgendein Zeichen zu geben. Auf der anderen Seite ist Thibault, der mit dieser schlafenden Fremden bisher nichts zu tun hat. Doch plötzlich wird er für Elsa überlebenswichtig.

“Ich kenne dich aus meinen Träumen” befasst sich mit moralischen Themen. Soll die Familie die lebenserhaltenden Maschinen abschalten? Waren das wirklich nur Reflexe oder die Nerven, oder hat sie gerade ein Zeichen gegeben undsich wirklich bewegt? Ein schwieriges Thema, auch um ein Buch zu schreiben. Auch Themen wie das schlechte Gewissen, die Konsiquenzen deiner Taten und wie man damit umgeht, kommen zur Sprache. Thibaults Perspektive bringt Abwechslung in die Sache und man wird nicht ständig mit Leben oder Tod konfrontiert.

Charaktere

Elsa entwickelt sich im Buch zu einer Kämpferin, die unbedingt aufwachen will. Sie muss einfach aufwachen und ihren Regenbogen sehen. Ansonsten erfährt man nicht viel von ihrem Charakter. Ist sie klug, witzig, talentiert, frech, arrogant? Wir erhalten zwar einen Einblick in ihre Gedanken, jedoch sind sie manchmal schwer zu deuten. Aber wegen ihrer speziellen Situation fiebert man wahnsinnig mit ihr mit. Ich habe das Buch regelmässig geschüttelt und beinahe gebrüllt sie soll nun endlich aufwachen!

Als Thibault das erste Mal in Elsas Zimmer gerät, ist es wirklich ein Versehen. Wieso er ihr aber immer wieder einen Besuch abstattet fand ich nicht sehr nachvollziehbar. Es ist zwar ein ruhiger Platz zum Schlafen, aber ist es nicht einfach seltsam eine Person immer und immer wieder zu besuchen, nur um in deren Zimmer zu schlafen? Wie er auch ohne Scham sie zur Seite rückt, damit er Platz auf ihrem Bett hat, fand ich recht merkwürdig. Wer macht denn bitte sowas? *SPOILERWARNUNG* Gegen Ende des Buches wird ihm auch bewusst, dass er sich in Elsa verliebt hat. Dieser Fakt störte mich ganz besonders, obwohl es auf dem Klappentext angedeutet wird. Er verliebt sich in eine Frau, mit der er noch nie gesprochen hat, noch keine Bewegung von ihr gesehen hat, sondern nur daliegt und zuhört. Ist das nicht eine Spur zu oberflächlich? Das Elsa Gefühle für ihn hegt kann ich nachvollziehen, aber jemand, der sich in einen Komapatienten verliebt? Nein danke. *SPOILER ENDE*

Cover

Mir gefällt das Cover sehr gut: die Farben, die verschnörkelte Schrift, die Sterne, alles passt zusammen. Es passt gut zum Inhalt des Buches, da ich annehme, dass die Frau auf dem Cover Elsa darstellt. Wir bekommen nur aus Thibaults Sicht eine kurze Beschreibung von ihr und selbst die ist sehr knapp. In den anderen Kapiteln befinden wir uns in Elsas Kopf und so in ihren Gedanken, was sich auch auf dem Cover gut wiederspiegelt. So mag ich das!

Schreibstil

Den Schreibstil war angenehm und ich las das Buch aufgrund der geringen Seitenanzahl schnell durch. Allerdings finde ich, dass dem Schreibstil der Wiedererkennungswert und ein gewisser Charme fehlt. Zwar beschreibt die Autorin von Elsa sehr gut, jedoch ist der Schreibstil an sich nicht wirklich besonders. Elsas Situation ist bemerkenswert gut geschildert, sodass man als Leser das Gefühl bekommt, selbst auf dem Krankenbett zu liegen.

Fazit

“Ich kenne dich aus meinen Träumen” konnte mich nicht zu hundert Prozent überzeugen. Der Schreibstil ist sehr realistisch und man versetzt sich sofort in die Lage von Elsa. Es war schön zu sehen, wie sie ihren Kampfgeist zurückgewann. Jedoch fand ich Thibault oft merkwürdig und seine Handlungen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Das Ende des Buches fand ich zu vorhersehbar, trotzdem hoffte ich auf einen Plottwist oder etwas ähnliches, aber nichts geschah. Fans von Gayle Formans “Wenn ich bleibe” werden auch dieses Buch bestimmt mögen, für mich war das leider nicht der Fall.

Vielen Dank an Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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Written by Julia

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