Tasmin von Tasmetu sprach in einem ihren Videos über Bücher, die sie beeinflusst haben oder sie besonders gut in Erinnerung behalten hat. Sie schwärmte von diesem Buch und ich wollte es mir sofort kaufen. Erst später wurde mir klar, dass der Autor Matt Haig ist. Ihr wisst schon, das Genie, das „Ziemlich gute Gründe, am leben zu bleiben“ verfasst hat. Meine Erwartungen waren ziemlich hoch und ich erwartete ein wahres Meisterwerk der Literatur.


Klappentext

In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen. Jeder weiss schliesslich, dass sie zu Egoismus, übermässigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weisswein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des Professors, in die Augen blickt?

Kurz-Info

• Autor: Matt Haig
• Verlag: dtv
• Seiten: 352
• Genre: Roman


Zur Story

Wie im Klappentext beschrieben geht es um einen Ausserirdischen, der sich in Andrews Körper eingenistet hat. Zuerst begegnet er den Menschen mit Misstrauen und hat ein ziemlich schlechtes Bild von uns. Gewalttätig, manipulierend, egoistisch und kalt. Jedoch ändert sich seine Meinung zusehends und begreift, dass nicht alle Menschen so sind.
Wie in seinem Roman/Sachbuch/Autobiografie „Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“ zeigt er in diesem Buch die Schönheiten des Lebens auf. Besser gesagt zeigt er die Natur des Menschen und wieso wir so sind wie wir sind. Ja, die Menschheit ist gewalttägig, egoistisch und brutal. Aber wir lieben auch, und die Liebe ist eines der schönsten Dinge auf dieser Welt.

Der Alien, der von Andrew Besitz ergreift ist sowas wie eine Metapher für Depression. Denn die Depression zeigt dir nur die schlechten Dinge auf, wieso du schlecht bist, wieso diese Welt schlecht ist. Doch irgendwann erkennt Andrew, besser gesagt der Alien in ihm, wieder die Schönheiten der Menschen.

Schreibstil

Muss man zu Matt Haig noch etwas sagen? Sein Schreibstil ist genial, locker, witzig, aber auch ernst und tiefgründig, fragend und kritisch.

Sie können jeden Tag fünfzig Kilometer mit dem Auto fahren, und trotzdem ein gutes Gewissen haben, weil sie ein paar Marmeladengläser recyclen. Sie reden davon, dass der Frieden das Wichtigste auf der Welt ist, und verherrlichen gleichzeitig den Krieg. Sie verachten den Mann, der im Affekt seine Frau tötet, aber verehren den gleichgültigen Soldaten, der mit einer Bombe hundert Kinder tötet.

Fazit

Nach „Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“ waren meine Erwartungen an Matt Haig enorm hoch. Leider zog sich die Story recht in die Länge und aus manchen Stellen wurde ich einfach nicht schlau. Für viele Leser mag dieses Buch ein Meisterwerk sein, für mich war es ganz in Ordnung. Ich verspüre nicht den Drang es nochmals zu lesen, eher werde ich nochmal zu seinem anderem Buch greifen. Dennoch werde ich Matt Haig gut im Auge behalten. Denn sein Schreibstil ist einfach einzigartig.

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Written by Julia

    3 Kommentare

  1. Anka August 17, 2016 at 7:37 pm Antworten

    Hi Julia,
    das Buch habe ich mir vor ein paar Tagen erst gekauft, habe es aber noch nicht angefangen. Bisher habe ich viel Gutes über Matt Haig gelesen, allerdings hauptsächlich zu „Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“. Als ich dieses hier in der Buchhandlung gesehen hab und den Klappentext ganz ansprechend fand, hab ich es einfach mal mitgenommen. Bin nun auf Haigs Schreibstil gespannt und wie es mir insgesamt gefällt, da es ja etwas speziell zu sein scheint.
    Liebe Grüße
    Anka

    • Julia August 18, 2016 at 5:06 pm Antworten

      Hi Anka, Hast du denn „Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“ schon gelesen? Falls nicht könnte dir „Ich und die Menschen“ dennoch gefallen. Ich hatte zu hohe Erwartungen an Matt Haig, obwohl sein Schreibstil genial ist. Gib mir Bescheid wenn du es gelesen hast, ich bin sehr auf deine Meinung gespannt! 🙂
      Viele Grüsse
      Julia

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