Ich gab mir wirklich Mühe das Buch zu mögen, da es einen riesen Hype ausgelöst hatte und im September der Film dazu in die Kinos kommt. Leider konnte es mich wenig überzeugen. Wieso? Das erfahrt ihr weiter unten 🙂


Klappentext

Manche Grosseltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Erst Jahre später, als sein Grossvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schliesst, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …

Kurz-Info

• Autor: Ransom Riggs
• Verlag: Knaur
• Seiten: 416
• Genre: Mystery


Zur Story

Bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt braucht es leider einige Kapitel, in meinem Fall waren es beinahe 300 Seiten. Bis dahin lernt man Jacob und seinen Grossvater, der anscheinend einige Schrauben locker hat, kennen. Als Kind erzählt er Jacob viele Geschichten und zeigt ihm Fotos von seinen alten Freunden. Die Fotos sind im Buch abgedruckt und verpassen dem Leser manchmal eine Gänsehaut.

Schritt für Schritt geht man mit Jacob auf seine Reise mit, die mir zu langamtig war. Einige Textstellen hätte man durchaus kürzen können. Für mich dauerte es einfach zu lange bis man auf die besonderen Kinder trifft. Davor wandert Jacob mehr oder weniger tagelang planlos auf der Insel herum. Dieses ewige Herumstreifen war meiner Meinung nach viel zu detailliert und hätte kürzer sein können. Manch überraschende Wendungen waren einfach nur wenig überraschend, was ich recht schade fand.

Schreibstil

Zu Beginn mochte ich den Schreibstil sehr. Mit der Zeit wurde es mir dann aber zu langatmig, die Geschichte schien nicht voran zu gehen und es wurde alles in die Länge gezogen. Da ich es nicht auf Englisch las, gingen wohl einige Wortwitze verloren und auch der Akzent der Inselbewohner war deswegen nie vorhanden.
Die Actionszenen am Schluss des Buches erschienen mir manchmal lückenhaft. Vielleicht lag es daran, dass ich um 1 Uhr morgens das Buch noch fertig lesen wollte und ich schon ein wenig müde war, aber manchmal war es mir nicht ganz klar wie die Charaktere von Punkt A zu Punkt B kamen. Das ganze Buch hinweg wurde mit der Action recht gespart und es war so gut wie nichts los und dann wurde alles in die letzten 30 Seiten reingepresst.

Charaktere

Ich habe wahnsinnig Mühe damit ein Buch zu mögen, wenn mir der Protagonist nicht sympathisch ist. Leider war genau das bei Jacob der Fall. Mit ihm wurde ich nie richtig warm. Ich fühlte mich nicht in die Geschichte hineinversetzt, ich kam mir immer nur als unbeteiligter Begleiter vor, obwohl es aus Jacobs Sicht beschrieben ist. Vielleicht war es genau das, wieso ich das Buch nicht wirklich mochte. Auch die anderen Charaktere wie beispielsweise sein Grossvater, Emma oder die anderen besonderen Kinder waren mir irgendwie zu fern und nicht authentisch. Selbst der Leserliebling Millard kam mir zu selten vor und seine Sprüche fand ich nicht witzig.

Der Film

Ja liebe Leute, im September 2016 kommt der passende Film dazu ins Kino! Gleich nachdem ich die letzte Seite gelesen habe, schaute ich mir den Trailer dazu an. Er ist sehr vielversprechend, besonders das Waisenhaus hat es mir durchaus angetan. Was aber sofort auffällt: Olives und Emmas Fähigkeiten sind vertauscht, wieso auch immer. Hätte ich Tabis Rezension zu diesem Buch nicht gelesen, hätte ich glatt gedacht sie haben Olive und Emma komplett verwechselt.
Ich halte mich immer öfter fern von Buchverfilmungen, da sie meine Erwartungen nie erfüllen und ich schlussendlich enttäuscht den Kinosaal verlasse. Bei dieser Verfilmung könnte es aber durchaus anders enden, da ich vom Buch nicht wirklich begeistern bin.

Fazit

Ich wollte das Buch wirklich mögen und wartete auf den grossen Moment in dem das Buch der oberhammer wird. Zwar wurde es gegen Ende hin doch noch spannend und actionreich, aber selbst dort konnte es mich nicht überzeugen. Die Fotos fand ich eine schöne Untermalung der Geschichte und verleihten mir stellenweise eine Gänsehaut. Trotzdem gebe ich dem Buch gut gemeinte 2 von 5 Punkten. Wahrscheinlich waren meine Erwartungen viel zu hoch 🙁 Den Folgeband „Die Stadt der besonderen Kinder“ werde ich nicht lesen, aber ich freue mich auf den Kinofilm!

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Written by Julia

    2 Kommentare

  1. Isabella Dezember 17, 2016 at 8:39 pm Antworten

    Kann das gerade sooo gut nachvollziehen. Habe eben – endlich! – die letzten Seiten gelesen. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann mir das letzte Mal ein 300-Seiten-Buch so lange vorgekommen ist. Sehr schöne Rezension, spiegelt meine Gedanken exakt wider!

    • Julia Dezember 19, 2016 at 7:21 pm Antworten

      Liebe Isabella
      Schön zu lesen, dass ich nicht die Einzige bin, die das Buch nicht so wahnsinnig mochte. Den Hype kann ich leider nun wirklich nicht nachvollziehen 🙁 Ich hoffe dein nächstes Buch ist besser und du kannst dich in ein neues Leseabenteuer stürzen 🙂
      Liebe Grüsse
      Julia

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